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Bezugsquelle f?r Silberdraht D-Profil/halbrund
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Bernd
Gold-Poster


Anmeldungsdatum: 19.10.2005
Beiträge: 668
Wohnort: Ulm

BeitragVerfasst am: 10.01.2010 13:53    Titel: Antworten mit Zitat

Shib hat Folgendes geschrieben:

Die erste versilberte Fl?te stell ich dann als Foto hier rein Wink
Gr??e,
Steffen


mach das.. Smile bin gespannt Smile

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Shib



Anmeldungsdatum: 06.01.2010
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 14.02.2010 01:50    Titel: Antworten mit Zitat

Moin!

So langsam wirds ernst - ich arbeite gerade an einer Kleinserie von vier Fl?ten, und die sollen alle Silberringe bekommen. Soweit klappt alles und die Lotpaste geht auch gut, aber: sobald der Ring hei? ist, geht die Fuge ein bisschen auf. Das passiert schon bevor das Lot in die Fuge schie?t, ich hab also hinterher eine unsch?ne breite L?tnaht mit einer vielleicht 0,2mm gro?en Spalte an beiden R?ndern...was macht man da? Lot mit geringerer Arbeitstemperatur nehmen? Oder mache ich irgendwo einen Fehler?

Meine Vorgehensweise ist so:

- Draht abl?ngen
- weichgl?hen ("kirschrot")
- Draht um den Riegel biegen und sauber drumrumh?mmern
- sobald fertig und rund: Drahtenden ein wenig aneinander "vorbeibiegen" und wieder zur?ckbiegen, damit sie gegeneinander dr?cken
- Lotpaste in den Schlitz bugsieren
- gro?fl?chig hei?machen, nach Gef?hl dann Flamme direkt auf L?tstelle, sofort wenn's "schie?t" Flamme weg und abk?hlen lassen. Hier ?ffnet sich dann kurz vorm "schie?en" die Fuge.

Hab schon mit Bindedraht versucht alles etwas zu fixieren, der Draht hat aber auch gleich jegliche Spannung verloren, sodass die Fuge wieder aufging.

Hat jemand einen Tipp?

Danke + Gr??e,
Steffen
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Heinrich-Butschal
Gold-Poster


Anmeldungsdatum: 19.10.2005
Beiträge: 720
Wohnort: M?nchen

BeitragVerfasst am: 14.02.2010 12:40    Titel: Antworten mit Zitat

Nach dem letzten Biegen k?nnte man einmal ohne Lot durchgl?hen um evtl. vorhandene Spannung zu entfernen.
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Bernd
Gold-Poster


Anmeldungsdatum: 19.10.2005
Beiträge: 668
Wohnort: Ulm

BeitragVerfasst am: 15.02.2010 10:33    Titel: Antworten mit Zitat

Falls Du gen?gend Draht zur Verf?gung hast, diesen lieber ein paar Windungen um den Riegel, besser einen paralellen Dorn wickeln ohne zu h?mmern. Sonst wirst Du unn?tige Abdr?cke und eventl zus?tzliche Spannung bekommen.
Vor dem L?ten durch Gl?hen entspannen, wie Heinrich schon sagte.
Wenn das Lot "schie?t" mit einer breiten Feuerpinzette den Ring kurz ganz leicht mit Gef?hl zusammenhalten. Nicht zerdr?cken, auf die Fuge achten...
Die minimale Unrundheit, die dabei wahrscheinlich entsteht, kannst Du sp?ter auf dem Riegel mit dem Kunststoffhammer leicht wieder richten.
Gruss,
Bernd

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Shib



Anmeldungsdatum: 06.01.2010
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 20.02.2010 01:12    Titel: Antworten mit Zitat

Moin!

Vorm L?ten nochmal ausgl?hen und mit einer Pinzette leicht zusammenhalten hats gebracht, es klappt jetzt schon ganz gut und der Rest ist wohl einfach fehlende Erfahrung, je mehr Ringe ich mache desto seltener werden die wohl nach dem L?ten hinterher aufklaffen.

Ich hab aber noch ein ganz anderes Problem: um einen Ring mit Innendurchmesser 24mm herzustellen, schneide ich U = 24 * pi Millimeter Draht ab. Dann biege ich den Draht per Hand um meinen Riegel, schlage ihn dann mit dem Kunststoffhammer sauberer drumrum, nehme den Ringrohling vom Riegel und l?te ihn zusammen. Danach kommt er nochmal auf den Riegel und ich mache ihn ganz rund. Aber wenn ich den Innendurchmesser dann messe, ist das deutlich weniger als geplant, n?mlich (bei geplanten 24mm) durchaus etwa 22,8mm, und das ist alles andere als gut...ich denke, dass man das relativ einfach umgehen k?nnte, wenn man einfach, wie Bernd schon sagte, einfach den Draht vorm Abschneiden "aneinander vorbei" an der Stelle, die 24mm Durchmesser hat um den Riegel wickelt und dann durchs?gt oder so, aber dadurch hab' ich halt nicht unerheblichen Verschnitt (wenn man ordentlich wickeln will, braucht man ja auch was zum Anfassen), und ganz so viel Geld hab ich leider auch nicht ?brig, denn bei sieben Ringen pro Fl?te und (im Moment) vier Fl?ten im Bau kommt ganz sch?n was zusammen...

Gibts da irgendeine Formel, oder ist das "aneinander vorbeibiegen" *der* Weg?

Beste Gr??e,
Steffen
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Tilo
Silber-Poster


Anmeldungsdatum: 04.01.2006
Beiträge: 278
Wohnort: Eilenburg

BeitragVerfasst am: 20.02.2010 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

erstens mu?t du selbstverst?ndlich beim geplanten innendurchmesser einmal die materialst?rke zurechnen(ber?cksichtigung neutrale faser oder so)
und 2. hast du doch ne drehbank, um auf den genauen inenndurchmesser zu drehen?
und 3. hat Bernds methode gar keinen verschnitt: es werden ?sen gewickelt und jeder neue anfang hat ganz ohne zangendr?cker gleich die rundung und rechnen mu?t du auch nicht dabei, wenn du das prinzip verstanden hast
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Heinrich-Butschal
Gold-Poster


Anmeldungsdatum: 19.10.2005
Beiträge: 720
Wohnort: M?nchen

BeitragVerfasst am: 20.02.2010 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

Nach Tilo?s Weg hast Du nur einen Verschnitt am ersten Ring zum Anfassen mit der Zange und am letzten Ring. Das ist gering.

Wenn Du nur einen Ring herstellen willst hat sich die Formel f?r die L?nge gut bew?hrt: (Durchmesser + Materialst?rke) x Pi = notwendige L?nge

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Shib



Anmeldungsdatum: 06.01.2010
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 22.02.2010 01:45    Titel: Antworten mit Zitat

Moin!

Danke Heinrich und Tilo, die Formel hat mir gut weitergeholfen, f?r mich sieht sie so aus: [(D + h) - 0.6] * pi = U, dadurch ist der Ring dann minimal kleiner als der Au?endurchmesser des St?ckes, f?r das er gedacht ist - ich kann also auf der Drehbank einen kleinen Sitz ins Material drehen und den Ring da stramm draufpressen. H?lt sogar ohne Kleber prima.

Hier ein Foto, noch ohne die ganzen L?cher, die erst reinkommen wenn meine neue Fr?se fertig ist:



Danke f?r eure umfangreiche Hilfe nochmal, sowas erlebt man auch nicht alle Tage! Smile

Ich werde auf jeden Fall weiter vorbeischauen, denn ich habe mir jetzt in den Kopf gesetzt, Klappen zu schmieden:



Mir macht es unheimlich Spa?, mit Silber zu arbeiten - hat irgendwie was besonderes und ist eine sehr willkommene Abwechslung zu Holz (und es staubt nicht!). Ich bin mal gespannt, wie die ersten Klappengehversuche werden. Und vielleicht trau ich mich auch irgendwann mal, einen Ring aus dem Vollen zu schmieden, ohne L?ten... Smile

Viele Gr??e,
Steffen
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Heinrich-Butschal
Gold-Poster


Anmeldungsdatum: 19.10.2005
Beiträge: 720
Wohnort: M?nchen

BeitragVerfasst am: 22.02.2010 08:50    Titel: Antworten mit Zitat

Sieht toll aus. Ich habe mal f?r einen Oboenbauer silberne Klappen geliefert, damals haben wir mit den Mundst?ckeins?tzen experimentiert welches Metall den besten Ton mit Obert?nen gibt.
Wir habe dann Testst?cke in Feingold 18 Kt Gold, Silber und Weissgold gegossen.
Er hatte Oboen aus harzgetr?nkem Hartholz gefertigt. Die sahen so sch?n aus wie Deine. Smile

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Shib



Anmeldungsdatum: 06.01.2010
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 27.02.2010 16:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ich konnt's mal wieder nicht abwarten und hab mich beim Jeddeloh mit allem m?glichen Zeug eingedeckt...nach vier Stunden Werkeln ist das hier rausgekommen:



Die Form ansich herzustellen war garnicht so schwer, solange man es mit der Hitze beim Zusammenschmelzen von zwei Drahtst?cken an einem Ende (f?r den "Griff") nicht ?bertreibt, aber das Schleifen...aua! Wie macht ihr das denn? Wenn ich mit Sandpapier und Fingern daran rumschmirgel, tut mir nach sp?testens einer Minute alles weh...das muss doch irgendwie auch einfacher gehen. Oder ist das einfach eine Flei?arbeit und man muss da eben durch?

Viele Gr??e,
Steffen
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Heinrich-Butschal
Gold-Poster


Anmeldungsdatum: 19.10.2005
Beiträge: 720
Wohnort: M?nchen

BeitragVerfasst am: 27.02.2010 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Man kann das Sandpapier auf alle m?glichen Unterlagen aufspannen oder aufkleben, das hilft gegen wunde Fingerspitzen. Auch Hornhaut hilft, aber die kommt erst nach Wochen. Smile
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Tilo
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Anmeldungsdatum: 04.01.2006
Beiträge: 278
Wohnort: Eilenburg

BeitragVerfasst am: 27.02.2010 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

ja, einfach um feile oder nadelfeile knicken
oder auf latten aufkleben
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