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--- Kurs1 ---
Werkstatt
Werkzeuge
Arbeitsmaterial
Vorbereitungen
--- Praxis ---
Entwurf
Schritt 1
Schritt 2
Schritt 3
Schritt 4
Schritt 5
Schritt 6
Schritt 7
Schritt 8
Schritt 9
Schritt 10
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Hier erhalten Sie einige
Tipps zur Einrichtung der Werkstatt:
Was auch immer für Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, eine kleine zumindest
provisorische Werkstatt kann man immer aufbauen.
Je größer der Raum, desto großzügiger und ordentlicher kann die Werkstattausstattung
später wirken.
Ein Wasseranschluss im Raum ist von großem Vorteil, aber nicht unbedingt notwendig. Um
Kleinteile und kleine Steinchen wieder zu finden, die sich manchmal selbstständig machen,
sollte der Fußboden nicht mit Teppich oder sonstigem Bodenbelag mit wirren Mustern
ausgestattet sein.
Es gibt fertige Werkbretter mit Gestell in allen Ausführungen im
Fachhandel. Man kann sein erstes Werkbrett aus einem alten stabilen Tisch umbauen oder
einen stabilen profitauglichen Werktisch selbst herstellen. Beide Versionen werden
beschrieben.
Die einfachste Lösung ist ein Tisch mit rechteckiger Platte und mind. 20mm Stärke. Er
kann einfach mit einem Schraubfeilnagel versehen werden, und schon kann es los gehen.
Die 2.Version ist aufwendiger. Beschrieben wird ein Einzel-Werkplatz. Man/Frau beschaffe
sich eine Multiplexplatte im Holzhandel mit den Maßen 1,5 x 0,8m 40mm stark(2
übereinander geleimte Spanplatten mit Kantenschoner tun es natürlich auch)

Die Platte bekommt einen halbrunden Ausschnitt an einer der Längsseiten. Der Ausschnitt
soll 30cm in die Platte hinein ragen und ca. 70cm an seiner weitesten Stelle betragen.
Alle Ecken werden etwas abgerundet, die Kanten und die Plattenoberfläche versäubert und
geschliffen. Soll die vorbereitete Platte frei im Raum stehen, braucht sie 4 Beine. Stabiler
ist es jedoch den Werktisch fest an der Wand, möglichst vor einem hellen Fenster zu
installieren.
Die Plattenrückseite kann dann auf einem vorher an die Wand gedübelten Auflagebrett in
ca. 1m ! Höhe fest geschraubt werden. Der Tisch hat die richtige Arbeitshöhe, wenn man
davor sitzend die Ellenbogen
auf die Platte legt und diese auf der gleichen Höhe wie
die Schultern sind. Ein höhenverstellbarer Stuhl ist also von Vorteil und kann da einiges
ausgleichen.
Vorn können entweder 2 verschraubte Holzbalken die Platte tragen, oder man nutzt einen
oder zwei Schubladencontainer (Baumarkt) als Stütze. Für die Höhendifferenz zwischen
Containerdach und Platte werden Balkenstücke eingesetzt und verschraubt.
(siehe Bild)
Zusätzliche Stabilität geben Diagonalversteifungen aus Holzlatten an den Tischbeinen.
An den Plattenkanten können platzsparend und zweckmäßig Zangenhalterungen
angebracht werden. Dazu hämmert man vorgebogene steife Drähte in vorgebohrte Löcher.
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Auch kleine Schubfächer für Kleinwerkzeuge hat man schnell griffbereit, wenn
man diese wie auf dieser Abbildung unter der Werkplatte befestigt. |
Ordnung muß für Goldschmiede kein Fremdwort sein.
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Eine alte Zigarrenkiste kann als Fach für viele Feilen und Schmirgelleisten dienen. Nur
die Hefte ragen unter der Tischkante hervor und sind schnell zu greifen. |
Ebenfalls in die Tischkante befestigt man einen gebogenen Haken, der das
Mundlötrohr sicher hält.

Die einfachste Art den Feilnagel in der Mitte des halbrunden Kreisausschnitts an
der Werkplatte zu befestigen ist das Festschrauben mit 2 Schlossschrauben
und
Flügelmuttern.
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Besser ist es einen Werkbrettschoner aus Stahl mit bereits vorhandener
Feilnagelbefestigung in die Platte einzulassen. |
Der Schoner wird dazu auf die Platte gelegt, und die Umrisse angezeichnet.
Mit einem Stechbeitel wird das Holz ausgestemmt bis der Schoner bündig mit der
Plattenoberfläche abschließt. Dann noch festschrauben und die Kanten mit Holzkitt oder
UHU Plus verfüllen.
Jetzt wird das Brettfell unter der Platte befestigt. Tackern (Handtacker) Sie zuerst nur 2
x an den Vorderkanten und 2x hinten durch den Stoffrand unter den Tisch fest. Erst wenn
alles richtig sitzt und ausgerichtet ist werden noch einige Krampen nachgeschossen.
Brettfell und Schubfächer. Das Fell muss so sitzen, dass die Fläche, wenn man mit den
Beinen darunter sitzt, trotzdem leicht nach hinten geneigt ist und die vordere Fellkante
noch etwas den Bauch hinaufführt. So geht keine Feilung verloren.
Für Beiz- und Wascharbeiten muss
eine Nassecke
eingerichtet werden.
Ist kein Wasseranschluss
vorhanden, kauft man sich am besten im Baumarkt eine Fertigspüle
mit Edelstahlbecken und Ablage. Unter dem Abfluss muss dann natürlich ein Eimer stehen,
der immer wieder ausgeleert werden muss.
Ist ein Wasseranschluss vorhanden baut man sich am besten eine Küchenplatte mit
Edelstahlspüle davor.
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Diese Beizgeräte sind praktisch, aber leider sehr kostenintensiv. |
Jetzt wird noch eine weitere Werkbank (Baumarktqualität reicht) an einer der Wände
aufgestellt und wenn möglich verdübelt.
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Auf die Platte wird der Schraubstock befestigt. |
Fehlt nur noch ein Schrank für die teilweise nicht ungefährlichen Chemikalien.
Die Chemikalien müssen unbedingt unter Augenhöhe aufbewahrt werden.
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Es empfiehlt sich daher diese in der Nähe der Spüle eventl. direkt darunter
zu lagern. |
Weitere kleine Hängeschränke und Kleinteilesorter für die sich später
ansammelnden Werkzeuge und Kleinteile kann man schon optional anbringen.
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