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Entwurf
Schritt 1
Schritt 2
Schritt 3

Schritt 4
Schritt 5
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... Schmieden macht Spaß ...

 

Bevor es losgehen kann müssen noch
einige Vorbereitungen und 
Sicherheitsvorkehrungengetroffen werden:

Einige Werkzeuge bekommt man nicht
fix und fertig geliefert, sie kommen teilweise "roh" 
und müssen zum Arbeiten angepasst werden.


Ziselierhammer vorbereiten:
Die Bahn des Ziselierhammers ist bei Lieferung plan. Damit man beim Planieren von Blechen nicht alles voller Macken schlägt, muss die Bahn ganz leicht gewölbt, und die Kanten abgerundet werden.
Am Schleifbock (Korundscheibe) wird die Form grob vorgeschliffen, dann geschmirgelt und zum Schluss poliert. Beim Schleifen darf das Metall nicht so heiß werden, dass es glüht. Sonst wird der gehärtete Stahl der Hammerbahn wieder weich und unbrauchbar. Zwischendurch immer fühlen und in Wasser abkühlen.

Das Bretteisen, auf dem später Bleche gehämmert werden, braucht als schallschluckende Maßnahme eine weiche Unterlage. Am besten ist eine dicke Schicht Filz geeignet, es gehen aber auch ein Stück Teppich o.ä.


Nadelfeilen vorbereiten:


Mit den kleinen manchmal spitzen Nadelfeilen kann man besser arbeiten, wenn man sie in Feilhefte treibt, oder etwas Kitt, oder Schellack an das Hinterende ankittet. Das Feilenende wird in der Flamme etwas erhitzt bis ein ca. haselnussgroßes Stück Kitt, oder Schellack haften bleibt. Dieses wird weiter in der Flamme erhitzt (darf aber nicht anbrennen) und auf dem kalten Bretteisen in Form gedreht.


Feilnagel vorbereiten:
Ist der Feilnagel noch sehr spitz, kann er zum besseren Arbeiten etwas gekürzt werden.

Feilen vorbereiten:

Die Enden der Handseiten der Feilen werden zunächst am Schleifbock unter Drehen angespitzt. Dann wird die Feile mit der angespitzten Seite nach oben in den Schraubstock eingespannt. Mit starker Lötflamme erhitzt man die angespitzten Feilenenden, sodass ca. die ersten 1-2cm schnell zu glühen beginnen. Dann drückt man das hölzerne Feilenheft über die heiße Spitzte und schlägt mit dem Hammer ein paar mal nach. (Nicht wundern... das qualmt)
So brennt sich die Feile ihren optimalen Halt ins Heft ein und kann später nicht wackeln.

Löteinrichtung vorbereiten:
An die 5kg Propangasflasche schraube man den Druckminderer fest (Linksgewinde!). Dann wird ein ca.1,5m langer spezieller Gasschlauch (meist ein zugelassener roter Gummischlauch) vom Druckminderer zum Lötrohr geführt und mit Schlauchschellen befestigt. Die Gasflasche kann später in Reichweite unter, oder neben dem Werktisch stehen, sodass man sie schnell mal auf und zudrehen kann. Jetzt wird noch ein ca.60cm langer Kunststoffschlauch an der oberen Zufuhr des Lötrohrs befestigt. Wer möchte kann noch ein Mundstück auf der anderen Seite dieses Schlauches befestigen. Das Lötrohr wird so mit einem gebogenen Haken an der Werktischkante aufgehängt, dass man es bequem greifen kann.

Lötplatz vorbereiten:
Um die Lötkohle länger haltbar zu machen, umlegt man die Kanten mit einem stabilen, weichen Draht und zieht diesen durch Verdrillen der Drahtenden mit der Flachzange fest.
Die Lötkohle wird auf eine feuerfeste Unterlage aus dem Fachhandel, oder auf ein Stück Fermazellplatte (Baumarkt) gelegt. Sie muss ebenfalls so auf dem Tisch platziert werden, dass man sie nur durch eine Stuhldrehung erreichen kann.

Nassecke vorbereiten:
Das Beizgefäß, das später zum Absäuern von Oxiden und Lötmitteln benötigt wird, sollte auf der Spülenablage in Wassernähe stehen, sollte aber auch nicht zu weit vom Werktisch entfernt sein, dass man jedes Mal nach dem Löten aufstehen muss, um etwas in die Beize zu befördern. Das Beizgefäß kann ein Weckglas (1Liter) mit Deckel sein oder ein Beizgerät aus dem Fachhandel. Dieses hat den Vorteil, dass es die Beize auf einer günstigen Temperatur hält, gut abdichtet und ein Schwenksieb zum optimalen Einlegen und Herausnehmen hat.
Die Beize ist ein Gemisch aus 10% konzentrierter Schwefelsäure und Wasser.


WARNUNG Click zur Website: Gifte.de...Schnelle Hilfe bei Vergiftungen!  Bitte unbedingt beachten   !

Schwefelsäure beim Goldschmieden gibts leider auch Gefahrenstoffe...ist eine stark ätzende Flüssigkeit, die sofort starke Verbrennungen der Haut und der Augen hervorruft. Sollte trotz vorsichtigem Umgang einmal ein Spritzer auf die Haut gelangen, muss die Stelle sofort mit viel Wasser und Seife abgewaschen werden.
Bei Augenkontakt sofort zum Arzt !
Bitte lagern Sie Schwefelsäure und andere Chemikalien nicht im Hängeschrank, sondern immer unter Augenhöhe! 
Besser noch in einem verschlossenen, belüfteten Chemikalienschrank.
Die Mischung für die Edelmetall-Beize soll 1:10 bereitet werden.
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Der alte Goldschmiede-Merkreim für Lehrlinge:
"Erst das Wasser dann die Säure, sonst passiert das Ungeheure" !
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Also immer zuerst das Wasser ins Gefäß schütten, erst dann langsam die Säure dazugeben. (In umgekehrter Reihenfolge würde sich das Gemisch sofort so stark erhitzen, dass es Ihnen explosionsartig ins Gesicht spritzen würde.)


Boraxbehälter vorbereiten:

Dazu kann man z.B. eine durchsichtige
Filmdose (Schutzhülle vom Kleinbildfilm) nehmen,
bohrt ein Loch in den Deckel, dass der
Pinsel gerade leicht durchpasst.

Oder:
Der Pinsel wird mit einem Stück Draht umwickelt und mit Klebstoff fixiert. Der Pinsel soll etwa in der Mitte der Boraxlösung hängen, damit die Pinselspitze nicht nicht durch das Aufliegen auf dem Gefäßboden abknickt.