
|
--- Kurs1 ---
Werkstatt
Werkzeuge
Arbeitsmaterial
Vorbereitungen
--- Praxis ---
Entwurf
Schritt 1
Schritt 2
Schritt 3
Schritt 4
Schritt 5
Schritt 6
Schritt 7
Schritt 8
Schritt 9
Schritt 10
|
|

Bevor es losgehen kann müssen noch
einige Vorbereitungen und
Sicherheitsvorkehrungengetroffen werden: |
|
|
Einige Werkzeuge bekommt man nicht
fix und fertig geliefert, sie kommen teilweise "roh"
und müssen zum Arbeiten angepasst werden.
Ziselierhammer vorbereiten:
Die Bahn des Ziselierhammers ist bei Lieferung plan. Damit man beim Planieren von Blechen
nicht alles voller Macken schlägt, muss die Bahn ganz leicht gewölbt, und die Kanten
abgerundet werden.
Am Schleifbock (Korundscheibe) wird die Form grob vorgeschliffen, dann geschmirgelt und zum
Schluss poliert. Beim Schleifen darf das Metall nicht so heiß werden, dass es glüht.
Sonst wird der gehärtete Stahl der Hammerbahn wieder weich und unbrauchbar. Zwischendurch
immer fühlen und in Wasser abkühlen.
Das Bretteisen, auf dem später Bleche gehämmert werden, braucht als schallschluckende
Maßnahme eine weiche Unterlage. Am besten ist eine dicke Schicht Filz geeignet, es gehen
aber auch ein Stück Teppich o.ä.
Nadelfeilen vorbereiten:

Mit den kleinen manchmal spitzen Nadelfeilen kann man besser arbeiten, wenn man sie in
Feilhefte treibt, oder etwas Kitt, oder Schellack an das Hinterende ankittet. Das
Feilenende wird in der Flamme etwas erhitzt bis ein ca. haselnussgroßes Stück Kitt, oder
Schellack haften bleibt. Dieses wird weiter in der Flamme erhitzt (darf aber nicht
anbrennen) und auf dem kalten Bretteisen in Form gedreht.
Feilnagel vorbereiten:
Ist der Feilnagel noch sehr spitz, kann er zum besseren Arbeiten etwas gekürzt
werden.
Feilen vorbereiten:

Die Enden der Handseiten der Feilen werden zunächst am Schleifbock unter Drehen
angespitzt. Dann wird die Feile mit der angespitzten Seite nach oben in den Schraubstock
eingespannt. Mit starker Lötflamme erhitzt man die angespitzten Feilenenden,
sodass ca. die ersten 1-2cm schnell zu glühen beginnen. Dann drückt man das hölzerne Feilenheft
über die heiße Spitzte und schlägt mit dem Hammer ein paar mal nach.
(Nicht wundern... das qualmt)
So brennt sich die Feile ihren optimalen Halt ins Heft ein und kann später nicht
wackeln.
Löteinrichtung vorbereiten:
An die 5kg Propangasflasche schraube man den Druckminderer fest (Linksgewinde!). Dann wird
ein ca.1,5m langer spezieller Gasschlauch (meist ein zugelassener roter Gummischlauch) vom
Druckminderer zum Lötrohr geführt und mit Schlauchschellen befestigt. Die Gasflasche
kann später in Reichweite unter, oder neben dem Werktisch stehen, sodass man sie schnell
mal auf und zudrehen kann. Jetzt wird noch ein ca.60cm langer Kunststoffschlauch an der
oberen Zufuhr des Lötrohrs befestigt. Wer möchte kann noch ein Mundstück auf der anderen
Seite dieses Schlauches befestigen. Das Lötrohr wird so mit einem gebogenen Haken an der
Werktischkante aufgehängt, dass man es bequem greifen kann.
Lötplatz vorbereiten:
Um die Lötkohle länger haltbar zu machen, umlegt man die Kanten mit einem stabilen,
weichen Draht und zieht diesen durch Verdrillen der Drahtenden mit der Flachzange
fest.
Die
Lötkohle wird auf eine feuerfeste Unterlage aus dem Fachhandel, oder auf ein Stück
Fermazellplatte (Baumarkt) gelegt. Sie muss ebenfalls so auf dem Tisch platziert werden,
dass man sie nur durch eine Stuhldrehung erreichen kann.
Nassecke vorbereiten:
Das Beizgefäß, das später zum Absäuern von Oxiden und Lötmitteln benötigt wird,
sollte auf der Spülenablage in Wassernähe stehen, sollte aber auch nicht zu weit vom
Werktisch entfernt sein, dass man jedes Mal nach dem Löten aufstehen muss, um etwas in die
Beize zu befördern. Das Beizgefäß kann ein Weckglas (1Liter) mit Deckel sein oder ein
Beizgerät aus dem Fachhandel. Dieses hat den Vorteil, dass es die Beize auf einer
günstigen Temperatur hält, gut abdichtet und ein Schwenksieb zum optimalen Einlegen und
Herausnehmen hat.
Die Beize ist ein Gemisch aus 10% konzentrierter Schwefelsäure und Wasser.
| WARNUNG |
 |
Bitte
unbedingt beachten ! |
|
Schwefelsäure
ist
eine stark ätzende Flüssigkeit, die sofort starke Verbrennungen der
Haut und der Augen hervorruft. Sollte trotz vorsichtigem Umgang einmal
ein Spritzer auf die Haut gelangen, muss die Stelle sofort mit viel
Wasser und Seife abgewaschen werden.
Bei Augenkontakt sofort zum Arzt !
Bitte lagern Sie Schwefelsäure und andere Chemikalien nicht im
Hängeschrank, sondern immer unter Augenhöhe!
Besser noch in einem verschlossenen, belüfteten
Chemikalienschrank.
Die Mischung für die Edelmetall-Beize soll 1:10 bereitet werden.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Der alte Goldschmiede-Merkreim für
Lehrlinge:
"Erst
das Wasser dann die Säure, sonst passiert das Ungeheure" !
----------------------------------------------------------------------------------------- |
Also immer
zuerst das Wasser ins Gefäß schütten, erst dann langsam die
Säure dazugeben. (In umgekehrter Reihenfolge würde sich das Gemisch
sofort so stark erhitzen, dass es Ihnen explosionsartig
ins Gesicht spritzen würde.)
|
Boraxbehälter vorbereiten:
 |
Dazu
kann man z.B. eine
durchsichtige
Filmdose (Schutzhülle vom Kleinbildfilm) nehmen,
bohrt ein Loch in den Deckel, dass der
Pinsel gerade leicht durchpasst. |
Oder:
Der Pinsel wird mit einem Stück Draht umwickelt und mit Klebstoff fixiert. Der Pinsel
soll etwa in der Mitte der Boraxlösung hängen, damit die Pinselspitze nicht nicht durch
das Aufliegen auf dem Gefäßboden abknickt. |