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... Schmieden macht Spaß ...


An dieser Stelle ist es notwendig einige Vorinformationen zur Technik des Lötens zu geben.

Es wird zwischen Hart- und Weichlöten unterschieden.
Unter Weichlöten versteht man Löten mit Zinn bei vergleichsweise geringen Temperaturen und kommt für Goldschmiedearbeiten nur im Ausnahmefall in Frage. Die hohen Temperaturen, die beim Hartlöten zur Verbindung der Metallteile mit Hartlot benötigt werden, erreicht man mit dem Mundlötrohr. Die Hitze wird also durch Zuführung von Sauerstoff durch den Mund erreicht.

Um mit dem Mundlötrohr zu arbeiten, muss man sich an eine bestimmte Atem-Blas-Technik gewöhnen.
Die kleine Standby-Flamme vorn am Lötrohr wird entzündet, das Mundstück/Schlauchende wird in den Mund genommen. Der Luftinhalt der

Backen fungiert als Luftvorrat während des Einatmens, etwa wie der Sack eines Dudelsacks. Man atmet also ganz normal weiter, nur während des Einatmens
wird Luft aus dem Luftvorrat des stets leicht aufgeblähten Mundraumes in das Mundstück geblasen. Beim Löten wird ein kontinuierlicher Luftstrom aus dem
Mund benötigt.

Anfangs wird Ihnen dies wahrscheinlich nur etwas stockend gelingen,
man gewöhnt sich aber schnell daran. Natürlich darf man nicht mit
voller Kraft ins Mundstück blasen, sondern stimmt den Luftstrom der
jeweiligen Löt-Situation und benötigte Flammengröße ab.
Die Flammengröße reguliert man mit Daumen und Zeigefinger am Schraubventil.
Üben und probieren Sie dabei das Wechselspiel zwischen großer und kleiner Flamme in Verbindung mit viel und wenig Luftzufuhr
. Die heißeste Stelle der Flamme ist an der Spitze des blauen Sauerstoffkegels.

Wenn Sie das allererstemal Löten, üben Sie besser erst einmal an etwas Anderem. Versuchen Sie zunächst zwei etwa gleich große Metallstücke zusammen zulöten, dann zwei unterschiedlich Große. Wenn man sehr kleine Teile an ein großes Grundteil löten will, muss zuerst beständig das größere Teil erhitzt werden. Erst ganz zum Schluss geht man mit der Flamme auch zum kleineren Teil um dann an der Lotstelle etwa die gleiche Temperatur zu haben. Ansonsten wird das kleinere Teil längst schmelzen, während das große Teil noch längst nicht die Löttemperatur erreicht hat.

Erhitzen Sie so lange, bis die kleinen Lotstücke (sogn.Paillen) zu spiegeln/zu fließen beginnen. Durch die sogn. Kapillarwirkung
schießt das Lot dann in die vorbereitete Fuge. Fängt das Grundmaterial bereits zu spiegeln an, haben sie das Werkstück überhitzt.

Haben Sie jetzt schon etwas Routine, üben Sie das Lötverhalten mit den verschiedenen Lotarten aus. Löten Sie z.B. nacheinander auf eine kleine Silber-Grundplatte drei kurze Silberstifte hochkant in etwa 1cm Abstand zueinander auf.
Löten Sie den 1. Stab mit "Silberlot 925/°° strengfließend",
den 2. Stab mit "Silberlot 925/°° mittelfließend"
und den 3. Stab mit "Silberlot 925/°° leichtfließend.
Die unterschiedlichen Schmelztemperaturen der verschiedenen Lotarten erleichtert ein Löten von dicht nebeneinanderliegenden Teilen, ohne, dass das vorher gelötete Teil wieder abfällt oder nachfließt.

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