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--- Kurs1 ---
Vorbereitungen
Werkstatt
Arbeitsmaterial
Werkzeuge
--- Praxis ---
Entwurf
Schritt 1
Schritt 2
Schritt 3
Schritt 4
Schritt 5
Schritt 6
Schritt 7
Schritt 8
Schritt 9
Schritt 10
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An dieser Stelle ist es
notwendig einige Vorinformationen zur Technik des Lötens zu geben.
Es wird zwischen Hart- und Weichlöten unterschieden.
Unter Weichlöten versteht man Löten mit Zinn bei vergleichsweise geringen
Temperaturen und kommt für Goldschmiedearbeiten nur im Ausnahmefall in Frage. Die hohen
Temperaturen, die beim Hartlöten zur Verbindung der Metallteile mit Hartlot benötigt
werden, erreicht man mit dem Mundlötrohr. Die Hitze wird also durch Zuführung von
Sauerstoff durch den Mund erreicht.
Um mit dem Mundlötrohr zu arbeiten, muss
man sich an eine bestimmte
Atem-Blas-Technik gewöhnen.
Die kleine Standby-Flamme vorn am Lötrohr wird entzündet, das Mundstück/Schlauchende
wird in den Mund genommen. Der Luftinhalt der
Backen fungiert als Luftvorrat während des Einatmens, etwa wie der Sack eines
Dudelsacks. Man atmet also ganz normal weiter, nur während des Einatmens
wird Luft aus dem Luftvorrat des stets leicht aufgeblähten Mundraumes in das
Mundstück geblasen. Beim Löten wird ein kontinuierlicher
Luftstrom aus dem
Mund benötigt.
Anfangs wird Ihnen dies wahrscheinlich nur etwas stockend gelingen,
man gewöhnt sich aber schnell daran. Natürlich darf man nicht mit
voller Kraft ins Mundstück blasen, sondern stimmt den Luftstrom der
jeweiligen Löt-Situation und benötigte Flammengröße ab.
Die Flammengröße reguliert man mit Daumen und Zeigefinger am Schraubventil.
Üben und probieren Sie dabei das Wechselspiel zwischen großer und kleiner Flamme in
Verbindung mit viel und wenig Luftzufuhr. Die heißeste Stelle der Flamme
ist an der Spitze des blauen Sauerstoffkegels.
Wenn Sie das allererstemal
Löten, üben Sie besser erst einmal an etwas Anderem.
Versuchen Sie zunächst zwei etwa gleich große Metallstücke zusammen zulöten, dann zwei
unterschiedlich Große. Wenn man sehr kleine Teile an ein großes Grundteil löten will,
muss
zuerst beständig das größere Teil erhitzt werden. Erst ganz zum Schluss
geht man
mit der Flamme auch zum kleineren Teil um dann an der Lotstelle etwa die gleiche
Temperatur zu haben. Ansonsten wird das kleinere Teil längst schmelzen, während das
große Teil noch längst nicht die Löttemperatur erreicht hat.
Erhitzen Sie so lange, bis die kleinen Lotstücke (sogn.Paillen) zu spiegeln/zu fließen
beginnen. Durch die sogn. Kapillarwirkung
schießt das Lot dann in die vorbereitete Fuge.
Fängt das Grundmaterial bereits zu spiegeln an, haben sie das Werkstück überhitzt.
Haben Sie jetzt schon etwas Routine, üben Sie das Lötverhalten mit den
verschiedenen Lotarten aus. Löten Sie z.B. nacheinander auf eine kleine
Silber-Grundplatte drei kurze Silberstifte hochkant in etwa 1cm Abstand zueinander auf.
Löten Sie den 1. Stab mit "Silberlot 925/°° strengfließend",
den 2. Stab mit "Silberlot 925/°° mittelfließend"
und den 3. Stab mit "Silberlot 925/°° leichtfließend.
Die unterschiedlichen Schmelztemperaturen der verschiedenen Lotarten erleichtert
ein Löten von dicht nebeneinanderliegenden Teilen, ohne, dass
das vorher gelötete Teil
wieder abfällt oder nachfließt.
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